Neubau des Gertrudenheims Oldenburg kommt gut voran

Es riecht nach „Neu“ und frischer Farbe auf der Baustelle. Die Neugier der Menschen, die zukünftig die tagesstrukturierenden Angebote und Fördermöglichkeiten in den neuen Räumen wahrnehmen, wird täglich größer. Viele von ihnen erhielten jetzt einen ersten Einblick in den Stand der Bauarbeiten:

„Derzeit sind die Handwerker mit dem Innenausbau beschäftigt. Die Maler streichen die Wände, die Bodenbeläge werden verlegt. Wenn alles klappt, können wir im März einziehen“, freut sich Anett Gavelis (Einrichtungsleitung des Gertrudenheims Oldenburg).

Neu werden nicht nur die Räumlichkeiten, sondern auch die Gestaltung des Alltags für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen dieses Angebots sein. „Ziel ist es, die individuelle Entwicklung der erwachsenen Menschen mit Unterstützungsbedarf zu erhalten und zu fördern, um ihnen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen“, weiß Anett Gavelis. Je nach Vorliebe und Bedürfnis kann entsprechend des Hilfebedarfs, das Angebot in Modulform zusammengestellt werden. Dabei steht nicht der Besuch einer Gruppe im Vordergrund, sondern die Vielzahl an Möglichkeiten zur Teilnahme einzelner Angebote. Diese können sein: Holzarbeiten, Verkehrstraining, Cafeteria-Angebote, Reinigungsservice, Kulturtechniken, Koch- und Backangebote usw. So sind es für den einen Teilnehmer vordergründig die Übungen im lebenspraktischen Bereich oder die Hilfen zur Orientierung in Raum und Zeit und für einen anderen eher die Angebote im Bereich der Kreativität und musikalischen Aktionen, die den aktuellen Förderschwerpunkt betreffen. Der aufeinander abgestimmte Wochen-/Monatsplan ermöglicht eine individuelle Abstimmung zwischen Bedarf und Angebot mit jeweiligem Förderziel.

Die Nutzfläche beträgt rund 1.200 qm² für Erd- und Obergeschoss. Die Kosten für die Neubaumaßnahme inklusive dem Neubau von Parkflächen und einer Regenwasserrückhaltung liegen bei 3,2 Millionen Euro.