Gut angekommen

Die Jeveranerin Britta Thaden leitet seit Mitte Juli das Sophienstift Jever. Im Interview verrät sie, warum ihr die Arbeit im Sophienstift Jever Freude macht.

Frage: Sie sind jetzt rund 100 Tage Einrichtungsleitung im Sophienstift. Wie geht es Ihnen?

Britta Thaden: Es geht mir sehr gut! Ich freue mich über das Vertrauen der Geschäftsführung des Bezirksverbandes, die Weiterentwicklung des Sophienstiftes als Einrichtungsleitung zu begleiten. Ich bin gut aufgenommen worden und hatte eine intensive Einarbeitung in meine Aufgaben. Anfangs habe ich viel Zeit damit verbracht, mit den MitarbeiterInnen im Sophienstift und im Bezirksverband in Kontakt zu kommen und die Arbeitsabläufe kennenzulernen. Dies ist auch noch nicht abgeschlossen. Es kommt immer wieder Neues auf mich zu.

Frage: Was gefällt Ihnen an der Arbeit im Sophienstift?

Britta Thaden: Meine Aufgaben sind sehr vielfältig. Kein Tag gleicht dem anderen. Ich muss mich jeden Tag fragen: „Was ist heute für unsere Einrichtung wichtig? Wo besteht Handlungsbedarf? Viele engagierte MitarbeiterInnen und Ehrenamtliche arbeiten täglich daran, dass Leben der älteren Menschen im Sophienstift zu erleichtern. Unser Ziel ist es, den Bewohnern eine möglichst eigenständige Lebensführung zu erhalten. Bei allen betreuenden und pflegerischen Maßnahmen stehen unsere Bewohner im Mittelpunkt und es macht mir sehr viel Spaß, hier auch meinen Beitrag dazu zu leisten.

Frage: Was macht Ihnen Spaß, was fällt schwer?

Britta Thaden: Ich bin gerne in Kontakt mit Menschen und daher auch gerne im Gespräch mit den MitarbeiterInnen über neue Ideen und Wege zur Verbesserung unserer Arbeit. Hier ist von allen Beteiligten viel Geduld gefordert. Es geht nicht alles auf einmal und erfordert gutes Zeitmanagement. Es ist für mich als Neuling noch sehr anstrengend, den Überblick zu behalten.

Frage: Was konnten Sie bislang erreichen?

Britta Thaden: Vom ersten Tag an hatte ich die Verantwortung für das Alltagsgeschäft und musste die internen Verwaltungsabläufe kennenlernen und auch gleich erledigen. Zudem mussten vom ersten Tag an auch Entscheidungen beispielsweise zu Instandhaltungsmaßnahmen am Gebäude oder Personaleinstellungen getroffen werden. Dabei hat mir meine berufliche Vorerfahrung als Einrichtungsleitung sehr geholfen.

Frage: Gab es Herausforderungen vor denen Sie standen?

Britta Thaden: Die größte Herausforderung war es, alle notwendigen Stellen im Sophienstift zu besetzen. Auch in Jever gibt es das Problem, Fachkräfte für die Versorgung in der Pflege zu gewinnen. Das ist uns gut gelungen.

Frage: Was haben Sie in Zukunft vor?

Britta Thaden: In allen Einrichtungen im sozialen Bereich wird es eine der größten Herausforderungen sein, Fachkräfte für die Arbeit mit Menschen zu gewinnen. Wir versuchen uns dieser Herausforderung zu stellen, in dem wir Kontakte zu Schulen aufbauen und selber Zeit in die Ausbildung investieren.

Gleichzeitig steigt der Bedarf in der Region an unserer Dienstleistung. Daher gibt es Überlegungen, diesem steigenden Bedarf durch eine Erweiterung der Tagespflege gerechter zu werden. Dies wird nur möglich sein, wenn wir in das Gebäude selbst investieren und Umbaumaßnahmen vornehmen. Mir ist es besonders wichtig, die MitarbeiterInnen an den Weiterentwicklungen zu beteiligen. Schließlich gilt es neben den Herausforderungen der Zukunft auch darum, Bewährtes zu erhalten und von den bereits gemachten Erfahrungen zu profitieren.