14 neue Palliativ-Care-Fachkräfte für Einrichtungen des Bezirksverbandes Oldenburg

14 frisch gebackene Palliativ-Care-Fachkräfte konnten jetzt ihre Zertifikate entgegennehmen. Nach knapp einem Jahr haben es die Pflegefachkräfte aus den Einrichtungen des Bezirksverbandes Oldenburg (BVO) geschafft, sie sind ausgebildete Palliativ-Care-Fachkräfte.

Der BVO setzt sich mit seinen Einrichtungen für benachteiligte Menschen ein. Zum Alltag der Einrichtungen gehört auch der Tod der uns anvertrauten Menschen. Palliative Care ist die umfassende und angemessene Versorgung und Begleitung Schwerkranker und Sterbender sowie ihrer Angehörigen in der letzten Lebensphase. Ziel der Weiterbildung ist die Selbstbestimmtheit des sterbenden Menschen in den Mittelpunkt aller Bemühungen zu stellen.

„Ich bin sehr froh, dass wir uns gemeinsam auf diesen Weg gemacht haben und dankbar für die Unterstützung die wir erfahren durften. Wir haben, neben den bereits vorhandenen Palliativkräften in unseren Einrichtungen, 14 weitere hochmotivierte Palliativ-Care-Fachkräfte dazu gewonnen. Sie werden als Multiplikatoren in unseren Einrichtungen weiter daran arbeiten, dass menschenwürdiges Sterben in der eigenen Einrichtung gut gelingen kann“, weiß Organisatorin Anne Holthaus vom Zentralen Qualitätsmanagement des BVO.

Die Pflegefachkräfte setzten sich in der Weiterbildung unter anderem mit Themen wie „Umfassende Schmerztherapie in der palliativen Phase“ oder „Welche Inhalte der Basalen Stimulation passen für unsere Einrichtung“ auseinander und präsentierten praktische Lösungsansätze wie zum Beispiel die optimale Zusammenarbeit mit dem „Speziellen ambulanten Palliativversorgungsteam“ (SAPV-Team) innerhalb der Einrichtung. Zukünftig sind halbjährliche Treffen geplant, um sich weiterhin untereinander auszutauschen.

Die Weiterbildung zur Palliativ-Care-Fachkraft wurde von der katholischen Erwachsenenbildung in Kooperation mit dem Landescaritasverband Oldenburg durchgeführt und hatte folgende Schwerpunkte: Aspekte individueller Grund- und Palliativpflege, Basale Stimulation, Schmerzerkennung und Therapien, spezieller Umgang mit demenzerkrankten Patienten, Kommunikation und Gesprächsführung, Familie und soziales Umfeld, spirituelle Aspekte, Umgang mit Sterben, Tod und Trauer, ethische Fragestellungen, Organisationsethik und Implementierungsverfahren in den Einrichtungen.